<p>Zwiebeln enthalten N-Propyl-Disulfid, das die roten Blutkörperchen von Hunden schädigt.</p>
Alle Formen von Zwiebeln (roh, gekocht, als Pulver) sind giftig. Knoblauch ist ebenfalls gefährlich, aber weniger potent.
<p>Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch gehören zur Gattung <em>Allium</em>. Sie enthalten Organoschwefelverbindungen, insbesondere N-Propyl-Disulfid, die oxidative Schäden an den roten Blutkörperchen verursachen. Dies führt zur Bildung von Heinz-Körperchen (denaturiertes Hämoglobin) an der Membran der roten Blutkörperchen, wodurch diese platzen. Das Ergebnis ist eine hämolytische Anämie – der Körper des Hundes zerstört seine eigenen roten Blutkörperchen schneller, als sie ersetzt werden können. Alle Formen sind gefährlich: roh, gekocht, getrocknet, als Pulver oder in Speisen enthalten.</p>
Quellen
<p>Eine Vergiftung bei Hunden tritt bei etwa 15–30 g Zwiebel pro kg Körpergewicht auf. Bei einem 10 kg schweren Hund entspricht dies etwa einer halben mittelgroßen Zwiebel. Wiederholte kleine Mengen können sich jedoch ebenfalls ansammeln und Schäden verursachen. Knoblauch ist 3–5-mal konzentrierter als Zwiebeln und bereits in etwa 5 g/kg Körpergewicht giftig. Babykost, Saucen und Suppen enthalten oft verstecktes Zwiebel- oder Knoblauchpulver.</p>
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