Azaleen und Rhododendren sind giftig für Hunde.
Enthalten Grayanotoxine, die Herz und Nervensystem beeinträchtigen. Schon wenige Blätter können gefährlich sein.
Azaleen und Rhododendren enthalten Grayanotoxine (auch Andromedotoxine genannt), die sich an Natriumkanäle in Zellmembranen binden und diese in einem offenen Zustand halten. Dadurch können sich die Zellen nicht richtig repolarisieren, was Herz, Skelettmuskulatur und Nervensystem beeinträchtigt. Schon geringe Mengen jedes Pflanzenteils – Blätter, Blüten, Nektar oder Pollen – können Symptome auslösen. Historisch ist eine Vergiftung durch Grayanotoxine in Rhododendron-Honig seit dem antiken Griechenland dokumentiert („Rauschhonig-Krankheit“).
Quellen
Die Aufnahme von 0,2 % des Körpergewichts in Azaleenblättern kann zu Symptomen führen. Bei einem 10 kg schweren Hund entspricht dies etwa 20 g Blätter – also nur wenige Blätter. Alle Pflanzenteile sind giftig, wobei die Blätter die höchste Konzentration enthalten. Symptome treten typischerweise innerhalb von 2–6 Stunden auf: Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Schwäche und möglicherweise Herzrhythmusstörungen.
Kontaktieren Sie sofort Ihren Tierarzt oder eine Notfall-Giftnotrufnummer für Tiere. Lösen Sie kein Erbrechen aus, sofern es nicht von einem Tierarzt angeordnet wurde.
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